Was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn, wenn Sie „Streetfood“ hören? Sofort denken wir an Bangkok, die Hauptstadt Thailands, und ihre unzähligen Garküchen. Wo kann man in Thailand am besten Streetfood essen? Wie sieht das chinesische und japanische Streetfood aus? Worauf sollte man achten?

Streetfood sind Snacks, die an Ständen auf den Straßen und Plätzen vieler Städte verkauft werden.

Die Welthauptstadt des Streetfoods – Bangkok

Die schiere Vielfalt der thailändischen Küche ist überwältigend 😉 Auch die Khao San Road bietet unzählige Garküchen mit duftenden Speisen. Man findet sie zwar schon früh morgens, aber am besten besucht man die Straße abends, wenn die Stände richtig voll sind. Die bunten Leuchtreklamen entlang der Straßen und die einzigartige Atmosphäre tragen zu ihrem Charme bei und locken Touristen aus aller Welt an.

Wie schmeckt thailändisches Streetfood?

Sättigend, aromatisch und einzigartig. Genau wie die thailändische Küche. Sie kennen bestimmt schon das beliebteste thailändische Gericht – Pad Thai! An jeder Ecke findet man Straßenstände mit traditionellen und modernisierten Varianten, was an der immensen Beliebtheit und der schnellen Zubereitung liegt. Die Hauptzutat sind natürlich Nudeln, die mit Hühnchen oder Garnelen und Gemüse angebraten werden. Ein weiteres sehr beliebtes Gericht an Straßenständen ist Mango Sticky Rice, Klebreis mit Kokosmilch und Mango. Was ist sein Geheimnis? Ein spezieller Reis, der beim Kochen besonders klebrig wird, ergibt in Kombination mit reifer Mango ein perfektes Dessert, von dem Sie noch lange nach Ihrer Rückkehr aus Thailand träumen werden.

Und dazu Kokoswasser! Perfekt für die thailändische Hitze, angenehm erfrischend und kühlend. Grüne Kokosnüsse kann man meist an Marktständen kaufen, die der Verkäufer direkt vor Ort öffnet. Strohhalm rein und schon kann man trinken.

Die Khao San Road ist zweifellos Bangkoks bekannteste Adresse für Streetfood. Hier kann man die exotische Küche Asiens hautnah erleben. Das Essen ist günstig, was leider manchmal dazu führt, dass Händler billigere Zutaten verwenden. Auf diesem Markt findet man außerdem eine große Auswahl an Ständen mit essbaren Insekten, darunter Larven, Heuschrecken und frittierte Skorpione.

Ein Stand mit einem Stern!

Wussten Sie, dass einer der Imbissstände in Bangkok, „Raan Jay Fai“, mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde? Er gehört der 73-jährigen Jay Fai, einer Meisterköchin der thailändischen Küche und Spezialistin für Krabbenomeletts. Aufgrund der hohen Nachfrage nach ihren Gerichten, der steigenden Preise und Touristen, die nur Fotos machten, anstatt zu essen, bat sie sogar darum, den Stern wieder abgeben zu lassen.

Obst, Teigtaschen, Pferde... Straßenessen in China

Auf Chinas Straßen kann man schon früh morgens Dim Sum oder verschiedene Nudelgerichte kaufen, abends tauchen dann noch deutlich mehr Essensstände auf. Streetfood ist besonders in Touristengebieten beliebt. Dabei handelt es sich hauptsächlich um frittierte oder gegrillte Speisen. Die Zutaten variieren je nach Region. Eines der beliebtesten Gerichte sind Dim Sum, Teigtaschen aus feinem Teig. Sie werden gedämpft und mit verschiedenen Füllungen angeboten, von Fleisch über zarten Fisch bis hin zu Gemüse. Ein weiteres Beispiel sind kandierte Früchte, auch Bingtang Hulu genannt, ein köstlicher Fruchtsnack aus dem Norden des Landes, bestehend aus Ananas, Bananen und Erdbeeren, die mit Zucker überzogen sind. Und für abenteuerlustige Touristen empfehlen wir die knackigen und proteinreichen... Heuschrecken.

Essen in einem dafür vorgesehenen Lokal oder japanisches Straßenessen

Japanisches Streetfood ist etwas gewöhnungsbedürftig 😉 Aufgrund des Gedränges, des Mülls und fehlender Mülleimer ist Essen auf der Straße nicht verpönt. Obwohl Streetfood in Japan nicht so populär ist wie thailändisches Essen, findet man es an Orten, die häufig von Touristen besucht werden. An den Garküchen isst man direkt vor Ort und lässt seinen Müll dort zurück. Diese Stände, Yatai genannt, öffnen abends ihre Türen. Dort kann man essen und trinken. Während der Matsuri-Feierlichkeiten sieht es etwas anders aus – dann darf man auf dem Bürgersteig sitzen und essen 😉 Welche Gerichte findet man an japanischen Garküchen? Vor allem süße Reiskuchen, Okonomiyaki-Pfannkuchen und Yakitori-Spieße. Während Matsuri gibt es außerdem Omeletts und Meeresfrüchte am Spieß. Naschkatzen können sich an schokoladenüberzogenen Bananen und verschiedenen Matcha-Desserts erfreuen.

Zum Schluss noch ein paar Regeln, die man sich merken sollte 😉

Vor allem sollten Sie vorsichtig mit ungekochtem Wasser sein! Es ist die häufigste Ursache für Wasservergiftungen. Vermeiden Sie Getränke mit Eiswürfeln und trinken Sie kein Leitungswasser direkt.

Wer authentische Küche schätzt, sollte immer dort essen, wo auch die Einheimischen essen. Lange Warteschlangen sind oft ein Zeichen für gute Qualität, während leere Restaurants bei Touristen Anlass zur Sorge geben sollten.

Es lohnt sich auch, die Lagerbedingungen der in Ihren Gerichten verwendeten Produkte zu überprüfen. Dabei geht es nicht nur um Insekten; auch die Lagerung von Joghurt außerhalb des Kühlschranks bei warmem Wetter kann riskant sein.

Achten Sie darauf, dass Ihr Gericht frisch zubereitet ist. Viele Stände bereiten Speisen im Voraus zu und verkaufen sie dann später. An heißen Tagen können manche Zutaten nicht nur verderben, sondern auch von Insekten befallen werden.