Dieses einzigartige japanische Gericht, bestehend aus Brühe und Nudeln, ist unglaublich einfach. Genau darin liegt das Geheimnis von Ramens Beliebtheit. Die Grundzutaten lassen sich auf unzählige Arten variieren und erweitern – man kann seine Lieblingszutaten hinzufügen und vegetarische, Fisch- oder extra scharfe Varianten kreieren.
Viele Rankings und Listen führen die herzhafte Ramen-Suppe als eines der beliebtesten Gerichte der Welt. Sie ist reich an Vitaminen und Nährstoffen. Ihren Namen verdankt sie den elastischen Nudeln, die von Hand gezogen werden. Eine Schüssel gefüllt mit aromatischer Brühe und köstlichen Ramen-Nudeln aus Weizenmehl, Wasser und Salz hat die Herzen vieler Asienreisender erobert. Sie wird mit leckeren Toppings verfeinert – Fleischscheiben, Speck, Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch, Chinakohl, Bambussprossen, gekochtes Ei, Algen, Shiitake-Pilze und Lachs. Jeder kann sich seine eigene Kombination zusammenstellen.

Die Qualität von Ramen hängt maßgeblich von der charakteristischen Brühe ab. Wer nach einem Rezept für dieses japanische Gericht mit chinesischen Wurzeln sucht, stößt wahrscheinlich zuerst auf Tonkotsu-Ramen (Ton – Schwein, Kotsu – Knochen). Es handelt sich um eine dicke, fetthaltige Brühe, die mehrere Stunden lang mit Schweineknochen oder, in anderen Varianten, mit Rinderknochen (eine Rinderbrust mit Knochen eignet sich gut) geköchelt wird. Manche Köche empfehlen sogar bis zu acht Stunden Kochzeit. Auch Geflügel kann für die Brühe verwendet werden.
Die Qualität der Pasta ist ebenfalls sehr wichtig. Sie sollte elastisch sein. Um dies zu erreichen, wird beim Kneten normales Wasser mit einem Schuss Kansui (alkalischem Wasser) zur Pasta gegeben. Man kann auch kaufen Fertige Ramen-Nudeln.
Tare ist eine Art Würzbasis, die typischerweise kurz vor dem Servieren auf den Topfboden gegeben wird. Diese Flüssigkeit intensiviert den Geschmack der Brühe und verleiht ihr eine salzige Note. Man kann Sojasauce oder Misopaste verwenden.
Obwohl Ramen als japanisches Gericht gilt, wird es tatsächlich aus Nudeln hergestellt, die Mitte des 19. Jahrhunderts von chinesischen Einwanderern nach Japan gebracht wurden. Da es relativ preiswert und sättigend ist, erfreute sich das Gericht schnell großer Beliebtheit.

Einzigartiger Geschmack
Warum lieben wir Ramen so sehr? Weil diese Suppe Zutaten enthält, die es unseren Geschmacksknospen ermöglichen, nicht nur salzig oder süß, sondern auch Umami wahrzunehmen – die fünfte Geschmacksrichtung, die erst vor relativ kurzer Zeit, vor etwa 20 Jahren, offiziell anerkannt wurde. Beschrieben wurde sie von einem japanischen Wissenschaftler, und das Wort selbst bedeutet „etwas Köstliches“. Der Umami-Geschmack in Ramen entsteht durch Zutaten mit natürlichem Glutamat. Man nehme einfach hochwertiges, proteinreiches Fleisch, gut gereifte Sojasauce oder Wakame-Algen sowie bestimmtes Gemüse wie Brokkoli oder Tomaten. Die deutliche Präsenz von Umami bestätigt die hohe Qualität des Gerichts und seinen reichen Geschmack. Sie macht Lust auf mehr. In der italienischen Küche ist Spaghetti Bolognese ein unvergessliches Gericht (die Umami-Quelle sind Fleisch und Tomaten), in Polen ist es Brühe oder Tomatensuppe, und in Japan gehört Ramen zu den kulinarischen Erlebnissen, die uns immer wieder zurückkehren lassen.

Das perfekte Rezept
Der größte Vorteil von Ramen-Suppe ist, dass es kein festes Rezept gibt, an das man sich strikt halten muss, damit sie schmeckt. Es gibt unzählige regionale Varianten dieses Gerichts, und viele Köche kreieren ihre eigenen Geschmackskombinationen. Deshalb empfehlen wir Ihnen, zu experimentieren und Ihre Lieblingszutaten für Ramen zu finden. Je nach Ihren Bedürfnissen können Sie sich an unseren Vorschlägen orientieren.

Zeit gewinnen. Kommen jeden Moment Gäste? Ramen ist schnell zubereitet, aber wenn jede Minute zählt, greifen Sie zu frische Ramen-NudelnDie bereits vorgekochte und portionierte Variante lässt sich einfach aufwärmen und ist in nur 2 Minuten servierfertig. Wer keine Zeit zum langen Kochen hat, kann eine leichte, aber sättigende Miso-Ramen-Suppe zubereiten. Misopaste (Es wird aus fermentierten Sojabohnen mit Reis, Hefe und Salz hergestellt.) Denken Sie daran, die Paste nach und nach in heiße Brühe (z. B. Gemüsebrühe oder Dashi) einzurühren und nicht erneut aufzukochen, da das Miso sonst einen Teil seiner Nährstoffe verliert.
Probieren Sie die vegane Variante
Planen Sie einen japanischen Abend und sind Vegetarier unter den Gästen? Klassische Ramen-Suppe wird mit Fleischbrühe zubereitet, aber der einzigartige Umami-Geschmack lässt sich auch anders erzielen. Wakame-Algen verleihen ihr ebenfalls diesen Geschmack. Geben Sie sie zusammen mit Sojasauce und Misopaste (aus Sojabohnen) zur Gemüsebrühe. Für eine vegetarische Variante können Sie auch gehackten Tofu hinzufügen.

Art der Anwendung
Wenn Sie auf einer Speisekarte den Begriff „Tsukemen“ sehen, können Sie davon ausgehen, dass Brühe und Nudeln in separaten Schüsseln serviert werden. Diese Variante von Ramen lässt sich leicht abwandeln, da Sie die Menge der in der Brühe befindlichen Nudeln selbst bestimmen können, was sich auf den intensiven Geschmack der Suppe auswirkt. Normalerweise bedecken die Nudeln etwa ein Drittel der Oberfläche einer Schüssel Ramensuppe.

Tischmanieren
Warten Sie nicht, bis die Suppe abgekühlt ist, da die Nudeln sonst ihren Geschmack und ihre Elastizität verlieren. Ramen-Suppen-Toppings isst man mit Stäbchen. Das gekochte Ei kann man mit einem Löffel herausnehmen. Trinken Sie die Brühe, indem Sie den Schüsselrand an Ihre Lippen führen.
