Haben Sie sich jemals gefragt, wie Weihnachten in Asien gefeiert wird? In Thailand, China und Japan stellen Christen zwar nur einen kleinen Teil der Bevölkerung dar, aber das bedeutet nicht, dass die Feiertage unbeachtet bleiben.

Mit Lichtern geschmückte Palmen

Obwohl der Buddhismus die vorherrschende Religion in Thailand ist und nur ein Prozent der Thailänder Christen sind, wird Weihnachten mit großem Pomp gefeiert. Kein Wunder, schließlich sind die Thailänder für ihre Feierlaune bekannt, und jeder Monat ist voller verschiedener Feste.

Für die Einheimischen hat Weihnachten keine religiöse Bedeutung, ist aber stark kommerzialisiert – vor allem durch Touristen. Thailand zählt zu den beliebtesten Reisezielen für die Feiertage. Beim Schlendern durch die Straßen Thailands spürt man die festliche Atmosphäre. Palmen sind mit Lichterketten geschmückt, und Engel und Rentiere vervollständigen die Dekoration. Künstliche Weihnachtsbäume stehen in Einkaufszentren und Hotels. Die Einkaufszentren sind festlich geschmückt, und Hotelangestellte begrüßen die Gäste mit Weihnachtsmannmützen.

Eine 400 Jahre alte Kathedrale, die aus allen Nähten platzt

Die meisten Chinesen kennen die religiöse Bedeutung von Weihnachten nicht, aber Weihnachtstraditionen wurden in diesem Land auch aus kommerziellen Gründen übernommen.

Der Feiertag „Shengdan Jie“ oder „Ehrenvoller Geburtstag“ ist kein arbeitsfreier Tag. Am Heiligabend versammeln sich nach der Arbeit ganze Familien in Restaurants zum Abendessen und feiern anschließend in Clubs. Die Kinder bekommen derweil Besuch vom örtlichen Weihnachtsmann, dem „Shengdan Laoren“.

Die Chinesen schmücken voller Vorfreude ihre Häuser mit Weihnachtsdekoration, schmücken Weihnachtsbäume und beschenken sich gegenseitig mit kostbaren Geschenken. Einkaufszentren und Schaufenster sind festlich mit Weihnachtsbäumen, Laternen und bunten Lichtern geschmückt. Fröhliche Weihnachtsmusik ertönt aus Lautsprechern, und Verkäufer verkleiden sich als Weihnachtsmänner.

Am Heiligabend wird in Peking eine feierliche Messe gefeiert. Zahlreiche Gläubige versammeln sich in der über 400 Jahre alten katholischen Kirche, und der Gottesdienst wird zweisprachig – auf Englisch und Italienisch – abgehalten. Viele Menschen finden nicht mehr in die Kirche hinein und müssen draußen stehen.

KFC für die Feiertage!

In Japan sind, wie auch in Thailand und China, nur 1,5 % der Bevölkerung Christen, und Weihnachten ist in erster Linie ein kommerzielles Fest.

In Japan heißt Weihnachten Kurisumasu und ist kein reines Familienfest. Die Japaner feiern es wie einen zweiten Valentinstag. Meistens treffen sich junge Leute in Restaurants und beschenken sich gegenseitig.

Ab Mitte November erstrahlen die Schaufenster in festlichem Glanz, Weihnachtsbäume werden mit bunten Lichtern erleuchtet und Weihnachtsmänner tauchen in den Straßen auf. Einkaufszentren sind erfüllt von festlicher Dekoration und Musik.

Weihnachten ist kein freier Tag. Erwachsene decken sich nach Feierabend beim Einkaufen mit Kurisumasu Keeki ein – einem süßen, reich verzierten Kuchen mit Sahne und einer dicken Schokoladenschicht. Ein weiteres traditionelles Gericht zum Weihnachtsessen ist… KFC Chicken, das Japaner oft schon Monate im Voraus in Restaurants bestellen. Der genaue Ursprung dieses Trends ist unbekannt. Angeblich soll ein Amerikaner die Tradition ins Leben gerufen haben, der Hühnchen als tolle Alternative zum Weihnachtstruthahn entdeckte. Diese Idee weckte das Interesse der KFC-Geschäftsleitung, die eine spezielle Werbekampagne startete und Hühnchen zu einem traditionellen Weihnachtsgericht in Japan machte.

Hätten Sie Lust, Weihnachten in einem asiatischen Land zu verbringen? Oder haben Sie vielleicht ungewöhnliche Weihnachtserinnerungen?